Nextcloud vs OneDrive

Welche Cloud-Lösung passt zu Ihrem Unternehmen?

Cloud-Speicher gehört heute zur Grundausstattung jedes Unternehmens. Dateien müssen standortübergreifend verfügbar sein, Teams wollen gemeinsam an Dokumenten arbeiten und mobile Mitarbeiter brauchen Zugriff von unterwegs. Die beiden verbreitetsten Optionen für Unternehmen sind Nextcloud und Microsoft OneDrive — doch die Wahl der Plattform hat weitreichende Folgen für Datenschutz, Kosten und Unabhängigkeit.

Datensouveränität und DSGVO

Der gravierendste Unterschied zwischen Nextcloud und OneDrive liegt im Umgang mit Ihren Daten. Nextcloud wird auf Ihrem eigenen Server betrieben — ob im eigenen Rechenzentrum, bei einem deutschen Hoster oder als virtuelle Maschine in Ihrer Infrastruktur. Sie behalten jederzeit die volle Kontrolle darüber, wo Ihre Daten gespeichert werden, wer darauf Zugriff hat und welchen Rechtsrahmen die Speicherung unterliegt.

OneDrive ist ein Cloud-Dienst von Microsoft, einem US-amerikanischen Unternehmen. Auch wenn Microsoft europäische Rechenzentren anbietet, unterliegt das Unternehmen dem US CLOUD Act, der amerikanischen Behörden unter bestimmten Umständen Zugriff auf Daten ermöglicht — unabhängig vom Speicherort. Seit dem Schrems-II-Urteil des EuGH ist der Datentransfer in die USA rechtlich umstritten, und viele Datenschutzbeauftragte sehen die Nutzung von Microsoft-Cloud-Diensten kritisch.

Kosten im Vergleich

OneDrive wird als Bestandteil von Microsoft 365 lizenziert — pro Nutzer und Monat. Für ein Unternehmen mit 50 Mitarbeitern kommen schnell mehrere Tausend Euro pro Jahr zusammen. Und die Kosten wachsen linear mit der Mitarbeiterzahl.

Nextcloud ist als Open-Source-Software kostenlos. Es fallen lediglich Kosten für den Server-Betrieb und die Einrichtung an. Bei einer Managed-Lösung durch netplay GmbH sind diese Kosten kalkulierbar und wachsen nicht proportional mit der Nutzerzahl. Ob 10 oder 100 Nutzer — der Server bleibt derselbe.

Funktionsumfang

OneDrive ist stark in das Microsoft-365-Ökosystem integriert. Wer bereits mit Outlook, Teams, Word und Excel arbeitet, profitiert von einer nahtlosen Integration. Dateien lassen sich direkt aus Office-Anwendungen heraus speichern und teilen.

Nextcloud bietet weit mehr als nur Dateispeicher: Dateiversionierung und Papierkorb, gemeinsame Kalender und Kontakte (CalDAV/CardDAV), Nextcloud Office für die Bearbeitung von Dokumenten im Browser, Nextcloud Talk für Videoanrufe und Chat, einen integrierten Passwortmanager, Aufgabenverwaltung und Formulare. All das auf einer einzigen Plattform und unter Ihrer Kontrolle.

Nextcloud und OneDrive im Detailvergleich

Integration in bestehende IT-Umgebungen

OneDrive setzt auf das Microsoft-Ökosystem. Wer bereits vollständig auf Microsoft 365 setzt, profitiert von der tiefen Integration. Allerdings bedeutet das auch eine starke Abhängigkeit von einem Anbieter — ein Wechsel wird mit der Zeit immer schwieriger und teurer.

Nextcloud verfolgt einen offenen Ansatz. Über standardisierte Protokolle (WebDAV, CalDAV, CardDAV) und eine umfangreiche REST-API lässt sich Nextcloud in nahezu jede IT-Umgebung integrieren. LDAP- und Active-Directory-Anbindung ermöglichen die Nutzung bestehender Benutzerverzeichnisse. Desktop-Clients für Windows, macOS und Linux sowie mobile Apps für iOS und Android sorgen für plattformübergreifende Verfügbarkeit.

Administration und Betrieb

OneDrive ist ein SaaS-Dienst — Microsoft kümmert sich um Betrieb, Updates und Verfügbarkeit. Das ist bequem, bedeutet aber auch, dass Sie keinen Einfluss auf Änderungen der Plattform haben. Funktionen können entfallen, Preise können steigen, Nutzungsbedingungen können sich ändern.

Nextcloud erfordert einen Server und jemanden, der diesen betreibt. Für Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung bietet netplay GmbH die Einrichtung und den laufenden Betrieb als Managed Service an: Wir installieren Nextcloud auf Ihrem Server, konfigurieren Benutzer und Freigaben, spielen Updates ein und überwachen die Verfügbarkeit.

Offline-Verfügbarkeit

Beide Lösungen bieten Desktop-Clients, die Dateien auf den lokalen Rechner synchronisieren. Nextcloud unterstützt zusätzlich ein Virtual Drive, das Dateien erst bei Zugriff herunterlädt — ähnlich wie OneDrive Files On-Demand. Damit lassen sich auch große Datenmengen verwalten, ohne den lokalen Speicher zu belasten.

Fazit: Nextcloud für datenkonsciente Unternehmen

Für Unternehmen, die Wert auf Datensouveränität, DSGVO-Konformität und langfristige Kostenkontrolle legen, ist Nextcloud die bessere Wahl. Die Plattform bietet einen Funktionsumfang, der OneDrive in vielen Bereichen ebenbürtig ist — bei voller Kontrolle über die eigenen Daten und ohne wiederkehrende Lizenzkosten.

OneDrive ist dann sinnvoll, wenn ein Unternehmen bereits tief im Microsoft-365-Ökosystem verankert ist und die enge Integration mit Office-Anwendungen priorisiert.

netplay GmbH unterstützt Unternehmen in Stuttgart, Nürtingen und Göppingen bei der Einrichtung und dem Betrieb von Nextcloud. Von der ersten Beratung über die Migration bestehender Daten bis zum laufenden Betrieb — alles aus einer Hand.

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Nextcloud vs OneDrive Vergleich — netplay GmbH